Lerntherapie bei Dyskalkulie (Rechenschwäche)

DyskalkulieOft werden im Mathematikunterricht Kinder auffällig, die auch bei einfachen Rechenaufgaben die Finger zu Hilfe nehmen und denen (trotz sonst teils guter schulischer Leistungen) das Rechnenlernen kaum oder nur unter größten Schwierigkeiten gelingt. Häusliches Üben führt oft kaum zur Verbesserung. Durch die andauernden schulischen Misserfolge entwickeln sich Frustration und ein geringes Selbstwertgefühl – ein Teufelskreis. Studien gehen davon aus, dass etwa 5% der Grundschüler an Dyskalkulie (Rechenschwäche) leiden.

Mögliche Symptome können sein:

  • fehlende Mengenvorstellung und/oder Zahlbegriff
  • Zuhilfenahme von Fingern oder anderer konkreter Zählhilfen selbst bei einfachen Aufgaben
  • mangelnde Einsicht ins Stellenwertsystem (z.B. werden Zehner und Einer vertauscht)
  • große Schwierigkeiten bei Zehner- und Hunderterübergängen
  • Nachbarzahlen und Vergleiche mit < > = sind ein Problem
  • häufiges Verrechnen um +/- 1
  • Platzhalter und Umkehraufgaben werden nicht verstanden
  • häufige Verwechslung der Rechenarten
  • völliges Unverständnis oder willkürliches Lösen von Textaufgaben
  • praktischer Umgang mit Angaben von Größen, Längen, Gewichten, Geld, Zeit gelingt kaum

Dyskalkulie – was ist das?

In der „Internationalen statistischen Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme“ (ICD-10) der Weltgesundheitsorganisation wird die Rechenstörung (Dyskalkulie) unter F.81.2 neben LRS als Entwicklungsstörung schulischer Fertigkeiten beschrieben, die nicht durch mangelnde Intelligenz oder Beschulung erklärbar ist. Das Defizit betrifft dabei v.a. die Beherrschung grundlegender Rechenfertigkeiten wie Addition, Subtraktion, Multiplikation, Division. Betroffene Kinder sind noch nicht hinreichend in der Lage, mathematische Grundlagen wie Mengenvorstellung, Zahlbegriff, Einsicht in  das Stellenwertsystem oder Normalverfahren der vier Grundrechenarten anzuwenden.

Eine Rechenstörung wächst sich nicht aus. Wird eine Dyskalkulie nicht rechtzeitig erkannt und behandelt, können die negativen Auswirkungen auf Bildungs- und Berufsbiographie der Betroffenen gravierend sein. Für die von einer Dyskalkulie betroffenen Kinder ist daher eine lerntherapeutische Hilfe dringend angeraten.

Wie gehe ich in der Lerntherapie vor?

Eine Lerntherapie orientiert sich immer an der individuellen Lernausgangslage des Betroffenen. Zunächst ermittle ich daher mit einem wissenschaftlich standardisierten Testverfahren, welche Rechenschwierigkeiten überhaupt vorliegen. Der Schüler wird angeregt, seine Lösungswege laut mitzusprechen, um über deren Beobachtung Einblicke in die individuellen Lösungs- und Kompensationsstrategien zu gewinnen und dort mit lerntherapeutischen Maßnahmen steuernd eingreifen zu können. Durch ständige prozessbegleitende Diagnostik und den wohldosierten Einsatz von Anschauungsmaterial wird das rechenschwache Kind in der Lerntherapie bei der Entwicklung eines konkreten Mengen- und Zahlenbegriffs unterstützt und an den sicheren Umgang mit Zahlen im operativen Bereich herangeführt.

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